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Einblick in das Infrastrukturprojekt

Für den Ausbau einer neuen 380-kV-Hochspannungsleitung zwischen Osnabrück und Bissendorf wurde ein rund neun km langer Abschnitt als Teilerdverkabelung realisiert. Die Arbeiten fanden überwiegend auf landwirtschaftlichen Flächen statt und wurden abschnittsweise durch mehrere kleinere Unterbaustellen geprägt.

Neben klassischen Erd- und Rohrbaumaßnahmen kamen auch technisch anspruchsvolle Bauverfahren wie Bohr- und Durchpressarbeiten zum Einsatz. Durch die Weitläufigkeit des Geländes entstanden wechselnde Arbeitsorte, die je nach Baufortschritt eingerichtet, verlegt und neu erschlossen werden mussten.

Ein zentrales Element war die Bereitstellung von Flüssigboden, der direkt auf der Baustelleneinrichtungsfläche vor Ort produziert und anschließend zu den jeweiligen Einsatzorten transportiert wurde. Dies führte zu einem deutlich erhöhten logistischen Aufkommen und besonderen Anforderungen an sichere Transport- und Verkehrsabläufe.

Ausgangslage: Komplexität & Herausforderungen

Die Arbeitsbedingungen waren geprägt durch:

  • Viele verschiedene Gewerke, die zeitgleich oder in enger Abfolge arbeiteten – vom Erdbau über Grubenbau bis hin zu Bohr- und Montagearbeiten.
  • Wechselnde, weit voneinander entfernte Einsatzorte, die teilweise nur zu Fuß erreichbar waren.
  • Matschige und unbefestigte Wege nach Regenereignissen, die die Anfahrt von Material, Geräten und Flüssigboden erschwerten.
  • Transportwege, die regelmäßig verlegt, geprüft und abgesichert werden mussten – auch im Hinblick auf verkehrsrechtliche Vorgaben (MVAS).
  • Der Einsatz niederländischer Nachunternehmer, wodurch unterschiedliche Arbeitsweisen und Kommunikationskulturen berücksichtigt werden mussten.
  • Arbeiten an sensiblen Bereichen, wie z. B. kleine Gewässer, Böschungen oder geschlossene Baugruben, die erhöhte Aufmerksamkeit erforderten.
  • Individuell angepasste Zugänge zu tiefgelegenen Arbeitsbereichen, abgestimmt auf Grubentiefe und situative Anforderungen.

Unsere Rolle als Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo)

Unsere Aufgabe bestand darin, die Vielzahl an Beteiligten so zu koordinieren, dass sichere, klare und gut nachvollziehbare Abläufe entstanden – unabhängig davon, wie anspruchsvoll oder verteilt die Baustellensituation war.

Dazu gehörten insbesondere:

Interdisziplinäre Abstimmung

Wir standen wöchentlich im Austausch mit allen Gewerken, haben Arbeitsabläufe aufeinander abgestimmt und frühzeitig auf mögliche Konflikte hingewiesen.

Sichtbare und ansprechbare Präsenz vor Ort

Durch regelmäßige Begehungen waren wir unmittelbar ansprechbar. Viele Lösungen konnten direkt während der Begehung umgesetzt werden — z. B. Anpassungen an Zugängen, Verkehrswegen oder Sicherungen.

Unterstützung bei schwierigen Arbeitsbedingungen

Bei Regen und aufgeweichten Wegen organisierten wir zusätzliche Befestigungen und alternative Wege. Wir überprüften fortlaufend die Verkehrswegumleitung nach MVAS und achteten darauf, dass alle Beteiligten sicher zu ihren Einsatzorten gelangen konnten.

Sichere Logistikplanung

Durch die vor Ort hergestellte Flüssigbodenmenge kam es zu erhöhtem Transportverkehr innerhalb der Baustelle. Wir begleiteten diese Abläufe eng, achteten auf Spurbreiten, Begegnungsverkehr, Sichtfelder und die sichere Bedienung der BE-Fläche.

Kulturelle Verbindung

Durch die Zusammenarbeit mit niederländischen Nachunternehmern brachten wir unsere interkulturelle Erfahrung ein, führten Besprechungen bei Bedarf zweisprachig und schufen ein gemeinsames Verständnis für Sicherheitsstandards.

Spezielle Arbeitssituationen

Ob Arbeiten in offenen Gräben, in tiefen Baugruben oder in unmittelbarer Nähe zu Gewässern – wir bereiteten die Arbeiten sicherheitstechnisch vor, klärten vorab die Zugänge, berücksichtigten Rettungswege und stellten sicher, dass geeignete Maßnahmen vorlagen.

Ergebnisse unserer Sicherheitskoordination

Durch unsere strukturierte und praxisorientierte Sicherheitskoordination konnten wir:

  • Sichere Abläufe gewährleisten – auch bei wechselnden Arbeitsorten und großen Entfernungen.
  • Die Logistikströme rund um die Flüssigbodenproduktion und -Verteilung sicher begleiten.
  • Den Baustellenverkehr – trotz teils widriger Bodenverhältnisse – geordnet und übersichtlich führen.
  • Die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Unternehmen und Nationalitäten harmonisieren.
  • Durch klare Kommunikation und regelmäßige Präsenz Akzeptanz für Sicherheitsmaßnahmen schaffen.
  • Mit zeitnahen Begehungsprotokollen und Fotos eine transparente Dokumentation sicherstellen.

Das Ergebnis war eine übersichtlich geführte, sichere und professionell organisierte Baustelle, bei der die Beteiligten trotz großer räumlicher Ausdehnung jederzeit wussten, welche Sicherheitsanforderungen galten und wie sie diese praktisch umsetzen konnten.

Ihr Ansprechpartner für sichere Rückbauprojekte und professionelle SiGeKo

Ob Rückbau, Gefahrstoffsanierung, komplexe Großprojekte oder klassische Baustellenkoordination – unser Team bietet praxisnahe, zuverlässige und effiziente Sicherheitslösungen.

Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung – wir unterstützen Sie an beiden Standorten kompetent und engagiert.

Kontakt

arccon Ingenieurgesellschaft mbH

Wilhelminenstr. 165–167
45881 Gelsenkirchen

Telefon: +49 (0)209 94706-0
Telefax: +49 (0)209 94706-10

info@arccon-ing.de

Schulungen

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  • Schulung zum Sicherheitsbeauftragten
  • Unterweisung für PSA gegen Absturz
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  • Schulung für Führungskräfte
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Engagement

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